Im Rahmen des F.R.A.N.Z.-Projekts („Für Ressourcen, Agrarwirtschaft und Naturschutz mit Zukunft“) wurde eine Studie durchgeführt, um die Effizienz der Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen in Deutschland zu steigern. Hintergrund der Studie ist, dass Agrarumweltmaßnahmen bisher selten in Regionen mit intensiver Landwirtschaft umgesetzt wurden. Durch eine stärkere Regionalisierung der Prämien können tendenziell mehr Flächen in Regionen mit intensiver Landwirtschaft erreicht werden, ohne das Budget zu erhöhen. Es zeigt sich, dass die Teilnahmekosten maßgeblich von den Opportunitätskosten der verdrängten Kulturen beeinflusst werden. Dies erklärt, warum die Kosten für die einzelnen Maßnahmen meist ein sehr ähnliches räumliches Muster aufweisen.
Der verwendete Ansatz eignet sich, um die Kosten einer Teilnahme an einer Vielzahl von
Agrarumweltmaßnahmen räumlich differenziert abzuschätzen. Wie erwartet, variieren die Kosten von Agrarumweltmaßnahmen stark zwischen den Regionen und hängen maßgeblich von der Intensität der
landwirtschaftlichen Produktion ab. Eine regionale Prämiendifferenzierung kann die Effizienz des Mitteleinsatzes für Agrarumweltmaßnahmen verbessern.
Röder, N., Krämer, C. (2026) Konzept zur standortangepassten Honorierung derF.R.A.N.Z.-Maßnahmen in den F.R.A.N.Z.-Regionen: Entwicklung einesRegionalmodells zur Honorierung von Agrarumweltmaßnahmen.Thünen Working Paper 288.