Maßnahmenbündel:
Im Allgemeinen wirken mehrere Faktoren limitierend auf die Biodiversität in der Agrarlandschaft. Hierzu zählen die Verfügbarkeit von Nahrung, Lebens- und Reproduktionsräumen sowie von geeigneten Vegetationsbeständen zum Überwintern. Um diese Herausforderungen zu überwinden, ist es wichtig, verschiedene Maßnahmen lokal zeitgleich umzusetzen, um eine größere Vielfalt an Lebensräumen und Ressourcen zu schaffen.
Im Rahmen des F.R.A.N.Z.-Projekts wurde ein Konzept entwickelt, das die Bündelung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen im Ackerbau ermöglicht. Durch die Kombination von Maßnahmen, die die Biodiversität insgesamt fördern, mit spezifischen Ansätzen, die auf die Bedürfnisse einzelner Arten oder Artengruppen abgestimmt sind, kann ein höherer ökologischer Wert erzielt werden und die Agrarlandschaft aufgewertet werden.

Flex-Modul-Konzept:
Starre Auflagen und lange Verpflichtungszeiträume erschweren die Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen. Um dies zu überwinden, wurden basierend auf den F.R.A.N.Z.-Ackerland-Maßnahmen Biodiversitätsmodule für Ackerbrachen und Extensivierung im Pflanzenbau entwickelt.
Diese Module umfassen Basis-Module mit einem großen Ausgestaltungsspielraum, die die Biodiversität insgesamt fördern, sowie Premium-Module, die bestimmte Arten oder Artengruppen adressieren und eine geringere Flexibilität aufweisen. Wenn unvorhergesehene Ereignisse auftreten, können Landwirte und Landwirtinnen vom Premium- ins Basismodul wechseln oder Top-ups hinzufügen oder abwählen. Durch diese Flexibilität kann die Akzeptanz der Maßnahmen in der Landwirtschaft verbessert und gleichzeitig die ökologische Effektivität gesteigert werden.
