Vom 10. bis 14. März 2026 wurde der Deutsche Naturschutztag 2026 in Berlin zum zentralen Treffpunkt für Naturschutz, Wissenschaft, Politik und Praxis. Mit über 150 Expertinnen und Experten sowie zahlreichen Fachvorträgen bot der Kongress eine hochaktuelle Plattform für den Austausch über die Zukunft des Naturschutzes in Deutschland.
Im Zentrum des 38. Deutschen Naturschutztages standen die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur und ihre Bedeutung für die Zukunft. Thematisiert wurden unter anderem die Weiterentwicklung von Naturschutzinstrumenten, Herausforderungen in Stadt und Landschaft, neue Ansätze im Monitoring und in der Finanzierung sowie aktuelle rechtliche Entwicklungen. Natürlich spielte auch die künftige Ausgestaltung der GAP eine wichtige Rolle.
Credits: DNT
Bereits die interaktive Eröffnungsveranstaltung setzte wichtige Impulse. Zu den zentralen Stimmen gehörte Sabine Riewenherm, Präsidentin des Bundesamt für Naturschutz. Sie betonte gleich zu Beginn, dass Natur unsere unverzichtbare Lebensgrundlage ist – und daher nicht nur aus funktionalen Gründen geschützt werden muss, sondern auch aufgrund ihres eigenen Wertes. Zugleich wurde in der Diskussion deutlich, dass Naturschutz immer auch Menschenschutz ist, da stabile Ökosysteme die Grundlage für Gesundheit, Wohlstand und gesellschaftliche Entwicklung bilden. Frau Riewenherm verwies in ihrem Beitrag zudem auf eine aktuelle Studie des IPBES (Weltbiodiversitätsrat): Demnach sind nahezu alle Unternehmen direkt oder indirekt von funktionierenden Ökosystemen abhängig, während der Beitrag der Wirtschaft zum Schutz der Natur bislang noch unzureichend ist.
Neben dem Fachprogramm bot die begleitende Ausstellung anschauliche Einblicke, wie vielfältig Naturschutzprojekte wirken. Zahlreiche Organisationen präsentierten ihre Ansätze zum Schutz der Biodiversität – darunter auch das F.R.A.N.Z.-Projekt. Am Stand wurden die drei F.R.A.N.Z.-Maßnahmen Extensivgetreide, Feldvogelstreifen im Mais und der Insektenwall modellhaft veranschaulicht. Außerdem konnten die Besucherinnen und Besucher die Erkenntnisse aus zehn Jahren F.R.A.N.Z. in Form von kompakten F.R.A.N.Z. Botschaften direkt vor Ort per Tablet erleben.
Credits: UMO 
Credits: UMO
Zum Abschluss des ersten Abends durften wir am F.R.A.N.Z.-Stand die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Sabine Riewenherm, begrüßen. In diesem Rahmen hatten wir die Gelegenheit, Einblicke in aktuelle Ergebnisse unserer Begleitforschung zu geben, deren Veröffentlichung im Laufe des Jahres geplant ist.
Darüber hinaus konnten wir berichten, dass ausgewählte F.R.A.N.Z.-Maßnahmen bereits erfolgreich in Agrarumweltprogramme mehrerer Bundesländer integriert wurden.
Im Rahmen einer Postersession am zweiten Tag des Naturschutztags konnte das am Projekt beteiligte Michael-Otto-Institut im NABU zeigen, dass insbesondere F.R.A.N.Z.-Maßnahmen innerhalb der Schläge sowie Brachen einen besonders positiven Effekt auf die Feldlerche haben. Klassische Feldvogelmaßnahmen wie das sogenannte Erbsenfenster fördern die Feldlerche dabei beispielsweise viermal stärker als ein Kontrollschlag.
Der F.R.A.N.Z. Stand entwickelte sich im Laufe des Deutschen Naturschutztages zu einem lebendigen Treffpunkt für den Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Naturschutz, Verwaltung und Politik.
Über das F.R.A.N.Z. Projekt:
Das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) hat sich zum Ziel gesetzt, Naturschutzmaßnahmen zu entwickeln und zu erproben, die die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erhalten und erhöhen sowie wirtschaftlich tragfähig und praxistauglich sind.
Das Verbundprojekt F.R.A.N.Z. wird von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband durchgeführt und ressortübergreifend unterstützt. Die Förderung erfolgt mit Mitteln der Rentenbank, mit besonderer Unterstützung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).









